Warum machst du dich kleiner als du bist?

„Niemand kommt mit Selbstvertrauen auf die Welt. Jene Menschen, die Selbstsicherheit ausstrahlen, frei von Furcht sind und sich überall zurechtfinden, haben ihr Selbstvertrauen nach und nach erworben“ –David J. Schwartz-


„Ich kann das nicht!“ – „Wie soll gerade ich das schaffen?“ – „Ich bin doch nur…!“

Kommen dir diese Aussagen bekannt vor? Dein innerer Kritiker, der pausenlos an dir herum mäkelt und du ihm glaubst, weil er deiner Meinung nach Recht hat?

Ich hatte früher einen sehr lauten inneren Kritiker. Er war dazu noch absoluter Perfektionist. Wenn etwas nicht perfekt war, dann war es schlecht! Dazu hat er mir permanent eingeredet, dass ich nichts wert wäre oder in der Hierarchie am unteren Ende meinen Platz hätte. Wenn etwas gut lief, dann wurde das nicht gewürdigt sondern als „Glücksfall“ deklariert und direkt gewarnt, sich doch ja nicht zu früh zu freuen, da doch bestimmt noch etwas schlechtes nachkommen könnte.

Obwohl ich immer einen guten Job gemacht habe, eigentlich ein gutes Leben führte und dafür auch von außen Anerkennung erhielt, konnte ich es nicht glauben oder verinnerlichen. Dafür war der innere Kritiker zu laut und ich dachte, dass es einfach nie gut genug sei.

Wenn du selbst so schlecht von dir denkst, dann gehst du in eine Opferrolle. Du schließt dich in deiner Rolle, in deiner aktuellen Position ein und lebst eher in einer defensiven Haltung, anstatt dein Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu ändern. Wie auch? Du denkst ja, dass du nichts kannst!

Die nächste Bestätigung deines inneren Kritikers kommt dann auch noch hinzu, wenn du in der Opferrolle steckst und du von anderen Menschen auch noch behandelt wirst als wärst du das Letzte. Abfällige Bemerkungen, auf jedem kleinsten Fehler rumreitend, von oben herab mit dir sprechend. Und das ist nur die erste Eskalationsstufe. Psychische und auch physische Gewalt können an der Tagesordnung liegen. Traurig, aber wahr.

Was kann man nun dagegen tun?

Selbstsicherheit ist die einzige Möglichkeit aus diesem Kreislauf auszubrechen.

Ja, es liegt an dir selbst!

So böse es auch klingen mag, aber du setzt deine Grenzen und wenn du es anderen erlaubst, dann werden sie es auch tun. Wenn du von dir denkst, dass du nichts wert bist, dann werden das die anderen auch merken und dich genau so behandeln. Denn… wenn du dich so behandelst… Warum sollten dich die anderen dann anders behandeln?

Zuerst einmal: Bedenke, dass die meisten Menschen sich kleiner machen und ihr Potenzial nicht kennen bzw. erkennen. Du bist also nicht allein damit.

Wenn du dich nun fragst, wie du von einem schlechten bis gar keinem Selbstvertrauen zu einer Selbstsicherheit kommst, sodass du aus diesem negativen Kreislauf kommst, dann mache fürs Erste folgende Übung:

  1. Nimm dir Papier und Stift und schreibe jeden kleinen und großen Erfolg auf, den du in deinem Leben hattest. Schreib alles auf – egal wie „normal“ oder „unbedeutend“ es im ersten Schritt für dich sein mag. Zum Beispiel kannst du es als Erfolg vermarkten, dass du das schnellste Spermium warst. Ich weiß wie banal sich das anhört, aber es ist definitiv ein Erfolg als schnellster von Millionen ans Ziel zu kommen. Also sei stolz auf dich. Genauso hast du das Laufen, das Lesen und Schreiben gelernt. Du hast dich bestimmt auch schon verliebt in deinem Leben. Also weißt du, dass du lieben kannst. Es hat sich bestimmt auch schon jemand in dich verliebt. Du kannst vielleicht noch nicht nachvollziehen warum, aber das zeigt dir, dass du liebenswert bist. Du hattest oder hast einen Job, d. h. du hast dich unter Bewerbern als die beste Option durchgesetzt. Darüber hinaus gibt es auch auf deinem bisherigen Weg noch so viele weitere „Erfolge“. Schreib sie alle auf unter der Überschrift „Meine Erfolge“!
  2. Nimm deine Liste und formuliere positive Sätze daraus wie bspw. „Ich bin stolz auf mich, weil ich als schnellstes Spermium das Ziel erreicht habe und mir somit das Leben ermöglicht habe.“
  3. Schreibe immer in der Ich-Form und setze die positive Konsequenz dazu.
  4. Herzlichen Glückwunsch, du hast soeben dein persönliches Mantra gebastelt. Hänge es irgendwo auf, wo du es jeden Tag siehst.
  5. Lies es dir mindestens einmal am Tag laut vor. Entwickle daraus eine feste Routine bis du alles komplett auswendig kannst. Denn erst dann sind die guten Glaubenssätze verankert.
  6. Spüre deine veränderte Wahrnehmung über dich selbst und freue dich darüber..

Natürlich sind mit dieser kleinen Übung noch nicht alle Unsicherheiten weg, aber es ist ein guter Anfang. Du schärfst deinen Blick für deine Erfolge und positiven Charakterzüge.

Die nächsten Schritte werden in folgendem Zitat sehr gut zusammengefasst:

„Selbstvertrauen gewinnt man dadurch, dass man genau das tut, wovor man Angst hat und auf diese Weise eine Reihe von erfolgreichen Erfahrungen sammelt“ 

–Dale Carnegie-


Fazit:
Wenn du dich selbst schlecht behandelst, dann wundere dich nicht, wenn es dir andere gleichtun. Setze deinen Fokus auf deine positiven Charakterzüge und deine Erfolge, dann wird der innere Kritiker auch leiser oder verstummt komplett.


Deine Meinung interessiert mich. Schreib mir unten in die Kommentare. Wie findest du den Beitrag und die Übung? Was hat sich bei dir verändert? Mit was haderst du oder was bereitet dir Schwierigkeiten? Oder auch: über welches Thema würdest du gerne etwas von mir lesen?

Ich freue mich über den Kontakt mit dir.

Liebe Grüße

Yvonne

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